Peru
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 Das Heilige Tal

Peru, der Mittelpunkt des Inkareiches, und Wiege einer Kultur, aus der das bedeutendste Volk Südamerikas hervorging, ist eines der faszinierendsten Länder, das Sie jemals besuchen werden.

Die Hochkultur der Inka brachte viele bemerkenswerte Neuerungen hervor. Zu den Errungenschaften ihrer Herrschaftsepoche zählen eine fortschrittliche Architektur, eine ausgeklügelte Zeitrechnung sowie ein weitläufiges Netz von miteinander verbundenen Pfaden, die in der heiligen Stadt Machu Picchu und in Cusco, der einstigen Hauptstadt, zusammenlaufen. Peru fiel der überlegenen Bewaffnung und Kriegsführungstaktik der spanischen Konquistadoren zum Opfer und entwickelte sich danach zum Mittelpunkt des spanischen Reiches auf dem amerikanischen Kontinent, das bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts hinein Bestand hatte.

Das Land erlebte eine Reihe von Diktaturen, Kriegen und Revolutionen und war geprägt von autoritären Regimen. Heute ist Peru ein demokratisches Land, das dem Wiederaufbau verpflichtet ist und nach jahrelanger Unterentwicklung wieder nach vorne blickt.


Die Armut ist ebenso wie das Wohlstandsgefälle sehr groß. 2004 lebte ein Großteil der Bevölkerung in Armut, viele Menschen gar unter existenzbedrohenden Umständen. In ländlichen Gebieten ist die Armut erheblich größer während die Unterschiede zwischen Arm und Reich in den Städten am meisten ausgeprägt sind. Der akute Mangel an Bildung, medizinischer Versorgung und Nahrung trifft die Ärmsten am härtesten. Viele Peruaner haben ihr Dorf niemals verlassen und von ihrem Land kaum mehr als die nächst größere Stadt gesehen. Sie sind deshalb sehr gespannt auf Besucher und freiwillige Helfer aus dem Ausland.

Die Lebensumstände der wohlhabenderen Gesellschaftsschichten in Peru ähneln denen der Mittelschicht in entwickelten Ländern, Luxus ist aber für viele Peruaner ein Fremdwort. Viele Familien wünschen sich ein bescheiden eingerichtetes Zuhause. Die Familie ist eine gesellschaftliche Institution, die von allen respektiert wird und um die sich alles dreht. Gewöhnlich leben Eltern, Großeltern und Kinder unter einem Dach.

Der Katholizismus mit seinen alten Gebräuchen zieht sich durch die gesamte Gesellschaft und tritt in dörflichen Regionen am stärksten in Erscheinung. Farbenprächtige Kleider, Anden-Musik und langes geflochtenes Haar unter weitkrempigen Hüten sind sichtbare Zeichen dafür, dass weite Teile der peruanischen Bergbevölkerung sich die Popkultur nicht zu Eigen gemacht haben und sich ein Stück Glaubwürdigkeit und Ursprünglichkeit bewahren – was im „Westen“ eher die Ausnahme ist.

Peru ist mit vielen Naturwundern gesegnet, von den hoch aufragenden Anden über den Amazonasregenwald bis hin zum Titicacasee, einem der höchstgelegenen Seen der Welt. Dank der rückständigen industriellen Entwicklung heißt den verantwortungsbewussten Besucher eine in weiten Teilen unberührte Natur willkommen.

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